Imkerverein Osnabrück und Umgebung von 1862 e.V.

Schon in den 1850er Jahren gab es Bestrebungen die Bienenhaltung und –Zucht zu modernisieren. Die Schrift des schlesischen Pfarrers und Bienenforschers Dzierzon „Praxis des neuen Bienenfreundes“ trug dazu bei, dass im März 1862 in Osnabrück der Verein für Bienenzucht“ gegründet wurde.Banner_1

Lehrer Masbaum aus Voxtrup wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. 87 Mitglieder aus der Stadt und dem Umland konnten zunächst gewonnen werden. Man legte eine vereinseigene Bibliothek mit ungefähr 100 von den Mitgliedern gestifteten oder leihweise zur Verfügung gestellten Büchern an, außerdem ein Magazin mit „apistischen Geräten“: einer Honigschleuder (wahrscheinlich erst nach 1865), einem Honigauslassungsgerät, einer eisernen Wachspresse und einer Strohpressmaschine, also ausschließlich Geräten der modernen Betriebsweise. § I der Vereinsstatuten formuliert unmissverständlich das Hauptziel: „Der Verein bezweckt die Bienenzucht überhaupt möglichst zu heben und zu vervollkommnen; namentlich auch thunlichst den sogenannten Dzierzon-Betrieb mit beweglichen Waben einzuführen“. Man hielt monatlich öffentliche Sitzungen ab. Es wurden Vorträge gehalten, Fragen beantwortet, Ratschläge erteilt. Mitunter fanden Versammlungen mit Deputierten des Osnabrücker Vereins in benachbarten Ortschaften statt.

Heute hat der Verein ca. 200 Mitglieder und ist im Landesverband Weser-Ems des Deutschen Imkerbundes der älteste und mitgliederstärkste Imkerverein. Wie schon 1862 ist die Aus- und Weiterbildung von Imkerinnen und Imkern immer noch ein wichtiges Ziel des Vereins.