Honig

Wie entsteht Honig:akazienhonig 20160425 1910668786

Honig ist die Nahrungsreserve der Bienen für den Winter. Nektar und Honigtau sind die Hauptenergielieferanten des Bienenvolks. Beides ist in seiner natürlichen Form nicht lange haltbar. Es muss also haltbar gemacht werden. Die Bienen entziehen ihm Wasser und setzen Stoffe zu, um ihn zu konservieren. Ein sehr aufwendiger Prozess, der mehrere Tage dauert. Das Ergebnis ist dann der Honig. 

Inhaltsstoffe des Honigs:

Sein Hauptbestandteil ist Zucker, Blütenhonige enthalten etwa 35 % Traubenzucker und 40 % Fruchtzucker, gefolgt von max. 20 % Wasser (Deutsche Honigverordnung). Honige des deutschen Imkerbundes dürfen max. 18 % Wasser aufweisen. Eine Ausnahme ist Heidehonig. Hier liegt die Grenze bei 23 % (Imkerbund 21,5 %). Alle anderen Bestandteile machen knapp unter einem Prozent aus. Sein Gehalt an Eiweißen, Mineralstoffen und Vitaminen ist recht gering. Honig enthält Inhibine, also Stoffe mit antibakteriellen Eigenschaften. Ein weiterer Inhaltstoff sind Flavonoide. Des Weiteren sind im Honig durchschnittlich 150 Aromastoffe enthalten, die zum guten Geschmack des Honigs beitragen. Die im Honig natürlich enthaltenen geringen Mengen Pollen, kann Pollenallergien helfen. Dazu sollte man Honig bei einem Imker vor Ort beziehen. In diesen Honigen sind geringe Mengen der Pollen der Pflanzen enthalten, die vor Ort blühen. Die größte Stärke des Honigs ist, dass es sich um eins der wenigen naturbelassenen Lebensmittel handelt, die es noch gibt. 

 

Sortenhonige aus Deutschland:

Blütenhonig:

Hierbei handelt es sich nicht um einen Sortenhonig im Sinne der Honigverordnung. Es ist vielmehr eine Sammelbezeichnung für Honig, deren Nektar an Blüten unterschiedlicher Pflanzen gesammelt wurde.

Akazienhonig/Robinienhonig:

Der Begriff Akazienhonig ist nicht ganz korrekt. In Deutschland stammt der Nektar für diesen Honig von der Robinie (Scheinakazie). Durch den sehr hohen Anteil an Fruchtzucker (Fructose) bleibt dieser Honig flüssig. Vom Geschmack her ist er sehr mild und lieblich und damit zum Beispiel sehr gut zum Süßen von Tee geeignet. Echter Akazienhonig ist sehr selten. Er kommt aus Afrika oder Lateinamerika.

Rapshonig:

Raps gehört in Deutschland zu den häufigsten Sortenhonigen. Die Farbe ist hell bis weiß. Ein milder süßer Honig. Durch den recht hohen Glukosegehalt kristallisiert dieser Honig sehr schnell. Er wird meist cremig gerührt angeboten.

Löwenzahnhonig:

Ein Honig mit einer kräftigen gelben Farbe. Der Geschmack ist fruchtig-intensiv und riecht nach geriebenen Löwenzahnblüten. In Deutschland ist er ein nicht sehr häufiger Honig. Meist wird er aus Frankreich importiert.

Sonnenblumenhonig:

Dieser Honig hat eine schöne gelbe Farbe und einen frischen fruchtigen Geruch. Der Geschmack ist aromatisch und leicht säuerlich.

Heidehonig:

Ein hell-rotbrauner stark aromatischer leicht herber geleeartiger Honig. Der Nektar wird im Spätsommer an der Besenheide gesammelt.

Lindenhonig:

Es gibt zwei Honige von der Linde. Zum einen der Blütenhonig, für den der Nektar zur Zeit der Lindenblüte gesammelt wird. Der andere wird von den Bienen auf den Blättern als Honigtau gesammelt. Oft wird beides gemischt eingetragen. Die Farbe ist je nach Zusammensetzung grünlich weiß bis dunkelbraun (hoher Honigtauanteil). Der Geschmack ist recht süß, leicht nach Menthol.

Kleehonig:

Der Nektar für den Honig wird von den Bienen am meisten am Weißklee gesammelt. Es ist ein sehr heller Honig mit einem milden Aroma. Er kristallisiert durch den hohen Traubenzuckergehalt ähnlich schnell wie Rapshonig.

Edelkastanienhonig: 

Ein Blütenhonig mit einer braunen Farbe. Das Aroma ist sehr kräftig bis herb mit einer bitteren Note. Dieser Honig bleibt aufgrund des großen Fructosegehaltes sehr lange flüssig. Der Nektar wird bei der Edelkastanie (Esskastanie, Marone) gesammelt.

Buchweizenhonig:

Ein kräftig dunkelbrauner Honig mit sehr ausgeprägten Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist. Man sagt diesem Honig gute hustenstillende Wirkung nach.

Tannenhonig:

Der gesammelte Honigtau stammt fast ausschließlich von der Weißtanne. Er hat eine sehr dunkle Farbe und einen kräftigen Geschmack.

Waldhonig:

Bei Waldhonig handelt es sich auch um einen Tauhonig. Der Honigtau wird an unterschiedlichen Pflanzen gesammelt. Typische Wirtsbäume sind Fichte, Kiefer, Tanne, Eiche, Ahorn oder auch Linde. Waldhonig hat einen kräftigen oft leicht malzigen Geschmack. Meist bleibt dieser Honig sehr lange flüssig. Die Farbe ist von Goldgelb bis dunkleres Braun.

Kornblumenhonig:

Ein Honig von gelbgrüner Farbe. Der Geschmack ist blumig mit einer leicht bitteren Note. Leider einer der selteneren Honigsorten.

Obstblütenhonig:

Hat eine beige bis gelbe Farbe. Der Geschmack und Geruch ist aromatisch fruchtig. Die Konsistenz ist fest oder cremig.

Phaceliahonig:

Der Nektar dieses Honigs wird von der Phacelia (Büschelschön) eingebracht. Er hat eine hellbeige bis weiße Farbe und ein mildes Aroma.

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